Hans im Glück
Hans im Glück.
Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm: „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gern wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete: „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst so soll der Lohn seyn;“ und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin ging, und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach, sprach Hans ganz laut, was das Reiten ein schönes Ding ist, da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh und kommt fort, er weiß nicht wie!“ Der Reiter, der das gehört hatte, rief ihm zu: „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fuß?“ „Ach, da muß ich den Klumpen heim tragen, es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, und es drückt mir auch auf die Schulter.“ „Weißt du was, sagte der Reiter und hielt an, wir wollen tauschen, ich geb dir mein Pferd, und du gibst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern, sprach Hans, aber ich sag euch, ihr müßt euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände und sprach: „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mußt du mit der Zunge schnalzen und hopp, hopp! rufen.“
Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferd saß, und so frank und frei dahin ritt. Ueber ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und er fing an, mit der Zunge zu schnalzen und hopp, hopp! zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und eh’ sichs Hens versah, war er abgeworfen, und lag in einem Graben, der die Aecker von der Landstraße trennte. Das Pferd wär auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam und eine Kuh vor sich trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen, und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich und sprach zu dem Bauer: „es ist ein schlechter Spaß das Reiten, dazu, wenn man auf so eine Mähre geräth wie diese, die stößt und einen herabwirft, daß man den Hals brechen kann; ich setzt mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinter her gehen, und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiß. Was gäb ich drum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ „Nun, sprach der Bauer, geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein; der Bauer schwang sich aufs Pferd, und ritt eilig davon.
Hans trieb nun seine Kuh ruhig vor sich her, und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mir’s beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh und trinke Milch: Herz was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freud, alles was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot rein auf, und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze wurde aber drückender, je näher der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. Dem Ding ist zu helfen, dachte Hans, jetzt will ich meine Kuh melken, und mich an der Milch laben. Er band sie an einen dürren Baum, und stellte seine Leder-Mütze unter, aber so sehr er sich auch abmühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Weil er sich aber ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, daß er zu Boden taumelte, und eine Zeitlang sich gar nicht besinnen konnte, wo er war. Glücklicher weise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche?“ rief er, und half dem guten Hans auf. Hans erzählte, was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach: „da trinkt einmal und erholt euch; die Kuh will euch wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei, sprach Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, wer hätte das gedacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was gibts für Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte, das schmeckt anders, dabei noch die Würste!“ „Hört Hans, sprach da der Metzger, euch zu Lieb will ich tauschen, und will euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft,“ sprach Hans, übergab ihm die Kuh, und ließ sich das Schweinchen vom Karrn losmachen, und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.
Hans zog weiter und überdachte, wie ihm doch alles nach Wunsch ginge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich darnach ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne, weiße Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fing an, ihm von seinem Glück zu erzählen, und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte. Der Bursch sagte, daß er die Gans zu einem Kindtaufsschmaus bringe: „hebt einmal, fuhr er fort, und packte sie bei den Flügeln, wie sie schwer ist, sie ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen. „Ja, sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört, fing er darauf an, mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig seyn. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habts da in der Hand, es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch damit fänden, das geringste ist, daß ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang: „ach Gott, sprach er, helft mir aus der Noth, ihr wißt hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da und laßt mir eure Gans.“ „Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen, antwortete der Bursche, aber ich will doch nicht Schuld seyn, daß ihr ins Unglück gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand, und trieb das Schwein schnell auf einem Seitenweg fort; der gute Hans aber ging seiner Sorgen entledigt mit der Gans unter dem Arm seiner Heimath zu. Wenn ichs recht überlege, sprach er mit sich selbst, habe ich noch Vortheil bei dem Tausch, erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das gibt Gänsfettbrot auf ein Viertel Jahr, und endlich die schönen weißen Federn, die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, und sang zu seiner schnurrenden Arbeit:
„ich schleife die Scheere und drehe geschwind,
und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind!“
Hans blieb stehen und sah ihm zu; endlich redete er ihn an und sprach: „euch gehts auch wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seyd.“ „Ja, antwortete der Scheerenschleifer, das Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der so oft er in die Tasche greift auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“ – „Die hab’ ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.“ – „Und das Schwein?“ – „Das hab’ ich für eine Kuh gekriegt.“ – „Und die Kuh?“ – „Die hab’ ich für ein Pferd bekommen.“ – „Und das Pferd?“ – „Dafür hab’ ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf gegeben.“ – „Und das Gold?“ – „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewußt, sprach der Schleifer, könnt ihrs nun dahin bringen, daß ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans. „Ihr müßt ein Schleifer werden, wie ich, dazu gehört eigentlich nichts als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben, wollt ihr das?“ „Wie könnt ihr noch fragen, antwortete Hans, ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden, hab ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da zu sorgen!“ und reichte ihm die Gans hin. „Nun,“ sprach der Schleifer und hob einen schweren, gewöhnlichen Feldstein, der neben ihm lag auf, „da habt ihr auch noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen läßt und ihr eure alten Nägel gerad klopfen könnt. Nehmt ihn und hebt ihn ordentlich auf.“
Hans lud den Stein auf und ging mit vergnügtem Herzen weiter, seine Augen leuchteten vor Freude und er sprach für sich: „ich muß in einer Glückshaut geboren seyn, alles was ich wünsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen, begann er müd zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh, aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen und mußte jeden Augenblick Halt machen, dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, da wollte er ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben; damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf drehte er sich um, und wollte sich zum Trinken bücken, da versah ers, stieß ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Thränen in den Augen, daß er ihm auch diese Gnade erwiesen und auf eine so gute Art von den Steinen befreit, das sey das einzige, was ihm noch zu seinem Glück gefehlt. „So glücklich wie ich, rief er aus, giebt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun, bis er daheim bei seiner Mutter war.
HANS LE BIEN-HEUREUX.
Après avoir servi son maître pendant sept ans, Hans lui dit un jour: «Maître, mon temps est fini; je désirerais retourner à la maison voir ma mère; donnez-moi mes gages.» Et le maître dit: «Tu as été un bon et fidèle serviteur; je veux te bien récompenser.» Alors il lui donna un lingot d'argent, qui était aussi gros que sa tête.
Hans serra le lingot d'argent dans son mouchoir, le mit sur son épaule et s'en alla joyeusement chez lui. Pendant qu'il s'avançait nonchalamment, il vit venir un homme, trottant gaiement, sur un grand cheval. «Ah! s'écria Hans, que c'est beau d'aller à cheval! on est comme chez soi dans un beau fauteuil; on ne fait aucun faux pas contre des pierres; on n'use pas ses souliers, et cependant on arrive sans trop savoir comment.» Le cavalier entendit cela, et dit: «Eh bien! Hans, pourquoi donc allez-vous à pied? – Eh! dit-il, il faut bien que je porte ce fardeau: il est vrai que c'est de l'argent; mais c'est si lourd, que je ne peux plus lever la tête, et que j'ai l'épaule toute meurtrie. – Voulez-vous changer? dit le cavalier; je vous donnerai mon cheval, et vous me donnerez l'argent. – De tout mon cœur, dit Hans; mais je vous préviens d'une chose, c'est que vous aurez du mal à l'emporter.» Le cavalier descendit, prit l'argent, aida Hans à monter, lui donna la bride dans la main, et dit: «Quand vous voudrez aller très vite, faites du bruit avec vos lèvres, et criez: Hemp!» Hans, ravi d'aller à cheval, s'arrangea de son mieux sur sa bête. Quelque temps après, il pensa qu'il serait agréable d'aller plus vite; alors il fit du bruit avec ses lèvres, et cria: «Hemp!» Le cheval n’eut pas plus tôt entendu ce bruit, qu'il prit le grand galop; et avant que Hans sût ce qui lui arrivait, il fut jeté dans un fossé qui bordait la route: son cheval se serait enfui, si un pâtre qui arrivait là, en conduisant une vache, ne l’avait arrêté. Hans revint bientôt à lui, et se remit sur ses jambes; il était tout triste et dit au pâtre: «Ce n'est pas un jeu que d'aller à cheval, quand on monte une bête comme celle-là, qui bronche et qui rue comme pour vous casser le cou. Cependant m'en voilà quitte une fois pour toutes. J'aime bien mieux votre vache; on peut se promener tout à loisir derrière elle, et l'on a du lait, du beurre et du fromage par-dessus le marché. Que ne donnerais-je pas pour avoir cette vache? – Eh bien! dit le pâtre, si vous en êtes si désireux, je la changerai contre votre cheval. – C'est fait.» dit Hans avec joie. Le pâtre sauta sur le cheval et s'enfuit.
Hans conduisait tranquillement sa vache, pensant avoir fait un excellent, marché. «Quand j'aurai, dit-il, un morceau de pain, et certainement il m'est possible d'en avoir, je pourrai, si cela me plaît, le manger avec mon beurre et mon fromage; si j'ai soif, je pourrai traire ma vache et boire du lait: que puis-je désirer de plus?» Quand il arriva à une auberge, il s'arrêta, mangea bien du pain, et donna son dernier sou pour un verre de bière: alors il conduisit sa vache vers le village de sa mère. La chaleur croissait avec le jour, lorsqu'il arriva près d'une grande plaine couverte de bruyère, qu'il devait être plus d'une heure à traverser; il commençait à avoir si chaud, que sa langue se collait à son palais. «Je m'en vais y remédier, dit-il, je vais traire ma vache, et j'étancherai ma soif.» Alors il l'attacha au trône d'un arbre, et prépara son chapeau de cuir pour recevoir le lait; mais pas une goutte n'y tomba. Hans s'y prenait d'ailleurs fort maladroitement; et la bête, fatiguée, lui donna sur la tête un coup de pied qui le renversa par terre, où il resta long-temps sans connaissance. Heureusement arriva un boucher, menant un cochon dans une brouette. «Qu'avez-vous?» dit le boucher en l'aidant à se relever. Hans lui dit ce qui lui était arrivé, et le boucher lui donna une bouteille, en disant: Tenez, buvez, rafraîchissez-vous; votre vache ne vous donnera pas de lait; c'est une vieille bête qui n'est bonne à rien que pour la boucherie. – Hélas! hélas! dit Hans, qui l'aurait pensé? Si je la tue, à quoi me sera-t-elle bonne? je hais la viande de vache, elle n'est pas assez tendre pour moi; si c'était un cochon, j'en pourrais faire quelque chose; il me donnerait au moins quelques saucisses.– Eh bien! dit le boucher, pour vous plaire, je changerai et vous donnerai le cochon pour la vache. – Que le ciel vous récompense de votre, bonté, dit Hans en donnant la vache au boucher. Il ôta le cochon de la brouette, et le conduisit, par un cordon attaché à sa patte.
Il sautait, se réjouissait tout semblait maintenant lui sourire; il est vrai qu'il avait éprouvé quelques mésaventures, mais il était alors récompensé de tout ce qu'il avait souffert. La première personne qu'il rencontra fut un paysan qui portait sous son bras une belle oie blanche. Le paysan s'arrêta pour demander l'heure qu'il était; Hans lui raconta tout son bonheur et tous les bons marchés qu'il avait faits. Le paysan lui dit que quant à lui, il allait porter son oie pour un baptême. «Voyez, disait-il, comme elle est pesante; elle n'a pourtant que huit semaines; celui qui la rôtira et la mangera aura une bien bonne provision de graisse; elle a été si bien nourrie! – Vous avez raison, dit Hans en la pesant; mais mon cochon n'est pas à dédaigner.» Et alors le paysan prit un air grave et secoua la tête: «Écoutez-moi, dit-il, mon bon ami; votre cochon peut vous faire une mauvaise affaire. Dans le village d'où je viens, on a volé à l'écuyer un cochon dans son étable. J'ai été vivement effrayé quand j'ai vu que vous aviez le cochon. Vous n'aurez pas beau jeu s'ils vous attrapent; le moins qu'ils feront, sera de vous jeter dans l'étang.»
Le pauvre Hans eut grand'peur de l'étang, n'ayant point appris à nager. «Bonhomme, s'écria-t-il, je vous en prie, tirez-moi de cette mauvaise affaire; vous connaissez ce pays mieux que moi; prenez mon cochon et donnez-moi l'oie. – Vous me devrez quelque chose par-dessus le marché, dit le bonhomme: mais je ne veux pas être trop dur, puisque vous êtes dans la peine.» Alors il prit la corde, et conduisit le cochon par un chemin détourné, tandis que Hans s'en allait chez lui, libre de tout souci.
Après tout, pensait-il, j'ai fait le meilleur marché; d'abord j'aurai un superbe rôti, ensuite de la graisse pour six mois au moins, et puis toutes les belles plumes blanches, je les mettrai dans mon oreiller; alors je suis sûr que je dormirai profondément, sans avoir besoin d'être bercé. Comme ma mère sera heureuse!
Comme il arrivait au village voisin, il vit un gagne-petit avec sa meule; en marchant il chantait ces paroles:
«Que je suis heureux d’errer dans les vallons, sur les collines! je travaille peu et je vis bien; le monde entier est ma demeure; qui est aussi gai, aussi joyeux que moi?»
Hans le regarda pendant quelque temps, et lui dit enfin: «Vous devez être riche, rémouleur; vous paraissez si heureux à votre travail! – Oui, dit l'autre, j'ai un métier d'or; un bon gagne-petit ne met jamais la main dans la poche sans y trouver de l'argent. Mais où avez-vous eu cette belle oie? – Je ne l'ai pas achetée, mais bien changée pour un cochon. – Et où aviez-vous eu le cochon? – J’ai donné une vache pour l'avoir. – Et la vache? – Je l'ai changée contre un cheval – Et le cheval? – J'ai donné pour l'avoir une pièce d'argent aussi grosse que ma tête. – Et l'argent? – Oh! j'ai travaillé durement pendant sept longues années pour le gagner. – Vous avez fait jusqu'à présent de bonnes affaires dans le monde, dit le gagne-petit; et si maintenant vous pouviez trouver de l'argent dans votre poche quand vous y mettez la main, votre fortune serait faite. – Vraiment? dit Hans; mais comment dois-je faire pour cela? – Vous devez tourner la meule comme moi, dit l'autre; il ne faut que cela, le reste ira de lui-même. En voici une qui est un peu usée, mais je ne vous en demanderai que la valeur de votre oie; acceptez-vous le marché? – Comment pouvez-vous faire une semblable question? répliqua Hans; je serais le plus heureux homme du monde si je pouvais trouver de l'argent dans ma poche chaque fois que j'y mettrai la main. Que pourrais-je désirer de plus? Voici l'oie. – Maintenant, dit le gagne-petit en lui donnant une pierre commune et brute, qui était à côté de lui, voici ma bonne pierre; dirigez-la habilement, et vous pourrez faire un rasoir d'une vieille lame de couteau.» Hans prit la pierre et s'enfuit avec le cœur léger; ses yeux brillaient de joie; il se dit: «Je dois être né sous une bonne étoile; tout ce que je désire, tout ce dont j'ai besoin, m'arrive de lui-même.
Il commença cependant à se lasser, car il voyageait depuis le point du jour; il avait faim aussi, et dans sa joie il avait donné son dernier sou pour avoir la vache. Enfin, il ne pouvait aller plus loin, et la pierre le fatiguait terriblement; il se traîna jusqu'auprès d'une fontaine pour s'y rafraîchir et s'y reposer un peu; il mit soigneusement la pierre à côté de lui sur le banc; mais en se baissant vers la terre pour boire, il la poussa un peu et elle tomba dans l'eau. Pendant quelque temps il la suivit de l'œil, à mesure qu'elle s'enfonçait dans l'eau claire et profonde; lorsqu'elle disparut, il tomba à genoux, et remercia le ciel, les larmes aux yeux, de l'avoir dans sa bonté débarrassé de cette vilaine et lourde pierre, qui était son seul tourment. «Combien je suis heureux! s'écria-t-il; nul mortel ne fut jamais aussi heureux que moi.» Il partit alors le cœur plein de joie et libre de tous soucis; il marcha jusqu'à ce qu'il eût atteint la maison de sa mère.
Hans im Glück.
Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm: „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst so soll der Lohn seyn,“ und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter, und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin gieng, und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach,“ sprach Hans ganz laut, “was das Reiten ein schönes Ding ist! da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh, und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter, der das gehört hatte, rief ihm zu „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fuß?“ „Ach, da muß ich den Klumpen heim tragen, es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch drückt mirs auf die Schulter.“ „Weißt du was,“ sagte der Reiter und hielt an, „wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd, und du giebst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern,“ sprach Hans, „aber ich sage euch ihr müßt euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold, und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände, und sprach „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mußt du mit der Zunge schnalzen, und hopp, hopp rufen.“
Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferde saß, und so frank und frei dahin ritt. Ueber ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und er fieng an mit der Zunge zu schnalzen, und hopp, hopp zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und ehe sichs Hans versah, war er abgeworfen, und lag in einem Graben, der die Aecker von der Landstraße trennte. Das Pferd wäre auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam, und eine Kuh vor sich trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen, und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich, und sprach zu dem Bauer „es ist ein schlechter Spaß, das Reiten, zumal, wenn man auf so eine Mähre geräth wie diese, die stößt, und einen herabwirft, daß man den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinter her gehen, und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiß. Was gäb ich drum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ „Nun,“ sprach der Bauer, „geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein; der Bauer schwang sich aufs Pferd, und ritt eilig davon.
Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her, und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mirs beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot rein auf, und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze wurde aber drückender, je näher der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken, und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen dürren Baum, und stellte seine Ledermütze unter, aber, so sehr er sich auch abmühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Weil er sich aber ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, daß er zu Boden taumelte, und eine Zeitlang sich gar nicht besinnen konnte wo er war. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche!“ rief er, und half dem guten Hans auf. Hans erzählte was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche, und sprach „da trinkt einmal, und erholt euch. Die Kuh will wohl keine Milch geben, daß ist ein altes Thier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei,“ sprach Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, „wer hätte das gedacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was giebts für Fleisch! aber ich mache mir, aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte! das schmeckt anders, dabei noch die Würste.“ „Hört, Hans,“ sprach da der Metzger, „euch zu Liebe will ich tauschen, und will euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft“ sprach Hans, übergab ihm die Kuh, und ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen, und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.
Hans zog weiter, und überdachte wie ihm doch alles nach Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich darnach ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne weiße Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fieng an ihm von seinem Glück zu erzählen, und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte. Der Bursch sagte daß er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte. „Hebt einmal,“ fuhr er fort, und packte sie bei den Flügeln, „wie sie schwer ist, sie ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen.“ „Ja,“ sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört,“ fieng er darauf an, „mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig seyn. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habts da in der Hand; es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch damit fängen, das geringste ist, daß ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang, „ach Gott,“ sprach er, „helft mir aus der Noth, ihr wißt hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da, und laßt mir eure Gans.“ „Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen,“ antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld seyn daß ihr ins Unglück gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand, und trieb das Schwein schnell auf einem Seitenweg fort: der gute Hans aber gieng, seiner Sorgen entledigt, mit der Gans unter dem Arme seiner Heimath zu. „Wenn ichs recht überlege,“ sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vortheil bei dem Tausch; erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das giebt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr; und endlich die schönen weißen Federn, die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, sein Rad schnurrte, und er sang dazu
„ich schleife die Scheere, und drehe geschwind,
und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind.“
Hans blieb stehen, und sah ihm zu; endlich redete er ihn an, und sprach „euch gehts wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seyd.“ „Ja,“ antwortete der Scheerenschleifer, „das Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“ „Die hab ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.“ „Und das Schwein?“ „Das hab ich für eine Kuh gekriegt.“ „Und die Kuh?“ „Die hab ich für ein Pferd bekommen.“ „Und das Pferd?“ „Dafür hab ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf, gegeben.“ „Und das Gold?“ „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewußt,“ sprach der Schleifer, „könnt ihrs nun dahin bringen, daß ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans. „Ihr müßt ein Schleifer werden, wie ich; dazu gehört eigentlich nichts, als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben; wollt ihr das?“ „Wie könnt ihr noch fragen,“ antwortete Hans, „ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da länger zu sorgen?“ reichte ihm die Gans hin, und nahm den Wetzstein in Empfang. „Nun,“ sprach der Schleifer, und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen läßt, und ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt ihn, und hebt ihn ordentlich auf.“
Hans lud den Stein auf, und gieng mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, „ich muß in einer Glückshaut geboren seyn,“ rief er aus, „alles was ich wünsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war, begann er müde zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen, und mußte jeden Augenblick Halt machen, dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, da wollte er ruhen, und sich mit einem frischen Trunk laben; damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf drehte er sich, und wollte sich zum Trinken bücken, da versah ers, stieß ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder, und dankte Gott mit Thränen in den Augen daß er ihm auch diese Gnade erwiesen, und ihn auf eine so gute Art, und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte: das sey das einzige, was ihm noch hinderlich gewesen wäre. „So glücklich wie ich,“ rief er aus, „giebt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun, bis er daheim bei seiner Mutter war.
Hans im Glück.
Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst so soll der Lohn sein,“ und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein, wickelte den Klumpen hinein, setzt ihn auf die Schulter, und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin gieng, und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach,“ sprach Hans ganz laut, „was das Reiten ein schönes Ding ist! da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh, und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter, der das gehört hatte, rief ihm zu „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fuß?“ „Ach, da muß ich den Klumpen heim tragen, es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch drückt mirs auf die Schulter.“ „Weißt du was,“ sagte der Reiter und hielt an, „wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd, und du giebst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern,“ sprach Hans, „aber ich sage euch ihr müßt euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold, und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände, und sprach „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mußt du mit der Zunge schnalzen, und hopp hopp rufen.“
Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferde saß, und so frank und frei dahin ritt. Ueber ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und er fieng an mit der Zunge zu schnalzen, und hopp hopp zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und ehe sichs Hans versah, war er abgeworfen, und lag in einem Graben, der die Aecker von der Landstraße trennte. Das Pferd wäre auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam, und eine Kuh vor sich trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen, und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich, und sprach zu dem Bauer „es ist ein schlechter Spaß, das Reiten, zumal, wenn man auf so eine Mähre geräth wie diese, die stößt, und einen herabwirft daß man den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinter her gehen, und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiß. Was gäb ich darum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ „Nun,“ sprach der Bauer, „geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein; der Bauer schwang sich aufs Pferd, und ritt eilig davon.
Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her, und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mirs beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh, und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot, rein auf, und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze wurde aber drückender, je näher der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken, und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen dürren Baum, und stellte seine Ledermütze unter, aber, so sehr er sich auch bemühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Weil er sich aber ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, daß er zu Boden taumelte, und eine Zeitlang sich gar nicht besinnen konnte wo er war. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche!“ rief er, und half dem guten Hans auf. Hans erzählte was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche, und sprach „da trinkt einmal, und erholt euch. Die Kuh will wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei,“ sprach Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, „wer hätte das gadacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was giebts für Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte! das schmeckt anders, dabei noch die Würste.“ „Hört, Hans,“ sprach da der Metzger, „euch zu Liebe will ich tauschen, und will euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft“ sprach Hans, übergab ihm die Kuh, und ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen, und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.
Hans zog weiter, und überdachte wie ihm doch alles nach Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich danach ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne weiße Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fieng an ihm von seinem Glück zu erzählen, und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte. Der Bursch erzählte ihm daß er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte. „Hebt einmal,“ fuhr er fort, und packte sie bei den Flügeln, „wie schwer sie ist, sie ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen.“ „Ja,“ sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört,“ fieng er darauf an, „mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig sein. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habts da in der Hand; es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch damit fängen, das geringste ist, daß ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang, „ach Gott,“ sprach er, „helft mir aus der Noth, ihr wißt hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da, und laßt mir eure Gans.“ „Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen,“ antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld sein daß ihr ins Unglück gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand, und trieb das Schwein schnell auf einem Seitenweg fort: der gute Hans aber gieng, seiner Sorgen entledigt, mit der Gans unter dem Arme seiner Heimath zu. „Wenn ichs recht überlege,“ sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vortheil bei dem Tausch; erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das giebt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr; und endlich die schönen weißen Federn, die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, sein Rad schnurrte, und er sang dazu
„ich schleife die Scheere, und drehe geschwind,
und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind.“
Hans blieb stehen, und sah ihm zu; endlich redete er ihn an, und sprach „euch gehts wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.“ „Ja,“ antwortete der Scheerenschleifer, „das Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“ „Die hab ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.“ „Und das Schwein?“ „Das hab ich für eine Kuh gekriegt.“ „Und die Kuh?“ „Die hab ich für ein Pferd bekommen.“ „Und das Pferd?“ „Dafür hab ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf, gegeben.“ „Und das Gold?“ „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewußt,“ sprach der Schleifer, „könnt ihrs nun dahin bringen, daß ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans. „Ihr müßt ein Schleifer werden, wie ich; dazu gehört eigentlich nichts, als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist zwar ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben; wollt ihr das?“ „Wie könnt ihr noch fragen,“ antwortete Hans, „ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da länger zu sorgen?“ reichte ihm die Gans hin, und nahm den Wetzstein in Empfang. „Nun,“ sprach der Schleifer, und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen läßt, und ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt ihn, und hebt ihn ordentlich auf.“
Hans lud den Stein auf, und gieng mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, „ich muß in einer Glückshaut geboren sein,“ rief er aus, „alles was ich wünsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war, begann er müde zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen, und mußte jeden Augenblick Halt machen; dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, da wollte er ruhen, und sich mit einem frischen Trunk laben; damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf setzte er sich, und wollte sich zum Trinken bücken, da versah ers, stieß ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder, und dankte Gott mit Thränen in den Augen daß er ihm auch diese Gnade erwiesen, und ihm auf eine so gute Art, und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte: das sei das einzige, was ihm noch hinderlich gewesen wäre. „So glücklich wie ich,“ rief er aus, „giebt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun, bis er daheim bei seiner Mutter war.
Hans im Glück.
Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst so soll der Lohn sein,“ und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter, und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin gieng, und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach,“ sprach Hans ganz laut, „was das Reiten ein schönes Ding ist! da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh, und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter, der das gehört hatte, rief ihm zu „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fuß?“ „Ach, da muß ich den Klumpen heim tragen, es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch drückt mirs auf die Schulter.“ „Weißt du was,“ sagte der Reiter und hielt an, „wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd, und du giebst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern,“ sprach Hans, „aber ich sage euch ihr müßt euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold, und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände, und sprach „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mußt du mit der Zunge schnalzen, und hopp hopp rufen.“
Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferde saß, und so frank und frei dahin ritt. Über ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und er fieng an mit der Zunge zu schnalzen, und hopp hopp zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und ehe sichs Hans versah, war er abgeworfen, und lag in einem Graben, der die Äcker von der Landstraße trennte. Das Pferd wäre auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam, und eine Kuh vor sich trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen, und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich, und sprach zu dem Bauer „es ist ein schlechter Spaß, das Reiten, zumal, wenn man auf so eine Mähre geräth wie diese, die stößt, und einen herabwirft daß man den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinter her gehen, und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiß. Was gäb ich darum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ „Nun,“ sprach der Bauer, „geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein; der Bauer schwang sich aufs Pferd, und ritt eilig davon.
Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her, und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mirs beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh, und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot, rein auf, und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze wurde aber drückender, je näher der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken, und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen dürren Baum, und stellte seine Ledermütze unter, aber, so sehr er sich auch bemühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Weil er sich aber ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, daß er zu Boden taumelte, und eine Zeitlang sich gar nicht besinnen konnte wo er war. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche!“ rief er, und half dem guten Hans auf. Hans erzählte was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche, und sprach „da trinkt einmal, und erholt euch. Die Kuh will wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei,“ sprach Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, „wer hätte das gedacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was giebts für Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte! das schmeckt anders, dabei noch die Würste.“ „Hört, Hans,“ sprach da der Metzger, „euch zu Liebe will ich tauschen, und will euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft“ sprach Hans, übergab ihm die Kuh, und ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen, und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.
Hans zog weiter, und überdachte wie ihm doch alles nach Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich danach ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne weiße Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fieng an ihm von seinem Glück zu erzählen, und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte. Der Bursch erzählte ihm daß er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte. „Hebt einmal,“ fuhr er fort, und packte sie bei den Flügeln, „wie schwer sie ist, sie ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen.“ „Ja,“ sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört,“ fieng er darauf an, „mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig sein. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habts da in der Hand; es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch damit fängen, das geringste ist, daß ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang, „ach Gott,“ sprach er, „helft mir aus der Noth, ihr wißt hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da, und laßt mir eure Gans.“ „Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen,“ antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld sein daß ihr ins Unglück gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand, und trieb das Schwein schnell auf einem Seitenweg fort: der gute Hans aber gieng, seiner Sorgen entledigt, mit der Gans unter dem Arme seiner Heimath zu. „Wenn ichs recht überlege,“ sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vortheil bei dem Tausch; erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das giebt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr; und endlich die schönen weißen Federn, die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, sein Rad schnurrte, und er sang dazu
„ich schleife die Scheere, und drehe geschwind,
und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind.“
Hans blieb stehen, und sah ihm zu; endlich redete er ihn an, und sprach „euch gehts wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.“ „Ja,“ antwortete der Scheerenschleifer, „das Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“ „Die hab ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.“ „Und das Schwein?“ „Das hab ich für eine Kuh gekriegt.“ „Und die Kuh?“ „Die hab ich für ein Pferd bekommen.“ „Und das Pferd?“ „Dafür hab ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf, gegeben.“ „Und das Gold?“ „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewußt,“ sprach der Schleifer, „könnt ihrs nun dahin bringen, daß ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans. „Ihr müßt ein Schleifer werden, wie ich; dazu gehört eigentlich nichts, als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist zwar ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben; wollt ihr das?“ „Wie könnt ihr noch fragen,“ antwortete Hans, „ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da länger zu sorgen?“ reichte ihm die Gans hin, und nahm den Wetzstein in Empfang. „Nun,“ sprach der Schleifer, und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen läßt, und ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt ihn, und hebt ihn ordentlich auf.“
Hans lud den Stein auf, und gieng mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, „ich muß in einer Glückshaut geboren sein,“ rief er aus, „alles was ich wünsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ „Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war, begann er müde zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen, und mußte jeden Augenblick Halt machen; dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, da wollte er ruhen, und sich mit einem frischen Trunk laben; damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf setzte er sich, und wollte sich zum Trinken bücken, da versah ers, stieß ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder, und dankte Gott mit Thränen in den Augen daß er ihm auch diese Gnade erwiesen, und ihn auf eine so gute Art, und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte: das sei das einzige, was ihm noch hinderlich gewesen wäre. „So glücklich wie ich,“ rief er aus, „giebt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun, bis er daheim bei seiner Mutter war.
HANS DANS LE BONHEUR
Après avoir servi sept ans chez son maître, Hans lui dit:
– Monsieur, mon temps est fini. Maintenant, j'aimerais à retourner chez nous, près de ma mère. Payez-moi mon gage.
– Tu m'as fidèlement et honnêtement servi. Il faut que le gage soit comme le service.
Et il lui donna un lingot d'or aussi gros que la tête de Hans.
Hans tira son mouchoir de sa poche, enveloppa le lingot dedans, le mit sur son épaule et partit pour chez lui.
Comme il s'en allait ainsi, en mettant toujours une jambe devant l'autre, il aperçut un cavalier qui trottait joyeux et dispos sur un cheval alerte.
– Ah! dit Hans tout haut, quelle belle chose que d'aller à cheval! On est assis comme sur une chaise; on ne heurte pas les pierres; on épargne ses souliers et on avance sans savoir comment.
Le cavalier, qui l'entendit, s'arrêta et s'écria:
– Hé! Hans! pourquoi voyages-tu ainsi à pied?
– Il le faut bien. J'ai là un lingot à emporter à la maison. C'est de l'or, sans doute; mais avec tout cela, je ne puis tenir ma tête droite, et cela m'écrase l'épaule.
– Sais-tu une chose? reprit le cavalier. Faisons un échange: je te donnerai mon cheval, et tu me donneras ton lingot.
– Bien volontiers, répondit Hans; mais, je vous en avertis, vous aurez peine à vous traîner.
Le cavalier descendit, prit l'or, aida Hans à monter, lui remit les rênes en mains et lui dit:
– Quand vous voudrez aller vite, vous n'aurez qu'à faire claquer votre langue en criant: Hop! hop!
Hop! hop! Le cheval prit le grand trot et, avant que Hans fût revenu à lui, il était renversé et gisait dans un fossé qui séparait les champs de la grande route.
Le cheval aurait aussi décampé, si un paysan, qui passait par là en conduisant devant lui une vache, ne l'eût retenu. Hans ramassa ses membres et se remit sur pied. Mais il était de mauvaise humeur et dit au paysan:
– C'est une mauvaise plaisanterie que d'aller à cheval, surtout avec une jument pareille qui trébuche et vous jette en bas, de telle sorte qu'on peut se casser le cou. Jamais je ne remonterai dessus. J'aimerais bien mieux votre vache, que l'on peut suivre ainsi commodément, sans compter le lait, le beurre et le fromage qu'on est sûr d'en tirer chaque jour. Que ne donnerais-je pas pour avoir une vache pareille!
– Parbleu! dit le paysan, si cela vous fait plaisir, je vous échangerai volontiers ma vache contre votre cheval.
Hans accepta avec joie. Le paysan sauta à cheval et disparut en toute hâte.
Hans se mit à chasser devant lui sa vache, en réfléchissant au fameux marché qu'il venait de faire:
– N'eussé-je qu'un morceau de pain, ce qui ne me manquera certainement jamais, je pourrai maintenant, aussi souvent que je voudrai, manger, avec, du beurre et du fromage. Quand j'aurai soif, je n'aurai qu'à traire ma vache pour boire du lait. Mon cœur, que te faut-il de plus?
Comme il arrivait à une auberge, il s'arrêta, mangea joyeusement tout ce qu'il avait pour son diner et son souper, et avec ses derniers liards se fit servir un demi-verre de bière. Ensuite il se remit en route en chassant devant lui sa vache, toujours dans la direction du village où habitait sa mère. Plus midi approchait, plus la chaleur devenait accablante, et Hans se trouvait dans une lande qui avait encore bien une lieue de long. Il avait si chaud et il était si altéré que sa langue se collait à son palais.
– Il y a un remède, pensa Hans: je vais traire ma vache et me régaler de lait.
Il l'attacha à un arbre sec et, comme il n'avait pas de seau, il voulut se servir de sa casquette de cuir; mais, malgré tous ses efforts, impossible à lui de faire sortir une goutte de lait. Puis, comme il s'y prenait maladroitement, la bête impatientée lui donna d'un de ses pieds de derrière un tel coup à la tête, qu'il roula par terre et resta longtemps sans plus se rappeler où il était. Heureusement, il vint à passer un boucher qui menait un jeune cochon sur une brouette.
– Qu’est-il donc survenu? demanda-t-il, en aidant Hans à se relever.
Hans lui raconta ce qui était arrivé. Le boucher lui tendit sa bouteille en lui disant:
– Buvez un coup, cela vous remettra. Votre vache n’a pas de lait. C’est une vieille bête. Elle ne peut plus servir tout au plus qu'à l'attelage ou à la boucherie.
– Eh! qui eùt imaginé cela? dit Hans en rajustant ses cheveux sur sa tête. Certainement, c'est très-avantageux de tuer une bête pareille à la mienne, car Dieu sait la viande que cela donne! Mais moi, je ne tiens pas beaucoup à la viande de vache, je la trouve trop fade. Ah! un jeune cochon comme celui-là, c'est autre chose! Cela est délicieux, sans compter qu'on en fait aussi des saucisses.
– Écoutez, Hans, reprit le boucher, pour vous faire plaisir, changeons. Je vous donne mon cochon contre votre vache.
– Que Dieu vous récompense de votre amitié! répondit Hans qui lui donna la vache.
Hans continua sa route, en réfléchissant combien tout lui arrivait à souhait. Il ne recontrait pas une difficulté qu'il ne finit toujours par s'en tirer. Bientôt il fut rejoint par un jeune garçon qui portait une oie blanche et belle entre ses bras.
Ils se souhaitèrent le bonjour, et Hans se mit il raconter son bonheur et comme quoi il changeait toujours à son avantage. Le garçon lui dit qu'il emportait cette oie pour un gala de baptême.
– Tenez, pesez-moi ça, ajouta-t-il en la prenant par les ailes; voyez comme elle est lourde! Il est vrai qu'on l'a emboquée pendant deux mois. Quiconque mangera de son rôti pourra essuyer de sa bouche la graisse des deux côtés.
– C'est vrai, dit Hans en la soupesant d'une main, elle a du poids; mais mon cochon n'est pas non plus à dédaigner. Pendant ce temps-là, le garçon regardait inquiet de tous côtés, en secouant même la tête.
– Écoutez, reprit-il, avec votre cochon, tout pourrait bien ne pas être en règle. On vient justement d'en voler un dans l'écurie du maire, et je crains bien que ce soit justement celui-là. Ils ont envoyé des gens à ses trousses. Ce serait une mauvaise affaire, s'ils vous attrapaient avec le cochon. Le moins que vous ayez à craindre serait d'être mis à l'ombre.
– Ah! Dieu, dit le pauvre Hans troublé. Venez à mon aide; vous êtes plus à même que moi de vous en tirer par ici. Prenez mon cochon et donnez-moi votre oie.
– Je m'expose beaucoup, répondit le garçon, mais je ne voudrais pas être cause qu'il vous arrivât malheur.
Il prit donc en main la corde et poussa vite le cochon dans un chemin de traverse, tandis que le bon Hans, débarrassé de soucis, s'en allait chez lui avec l'oie sous son bras.
– Tout bien compté, se disait-il, j'ai encore gagné à cet échange: d'abord le bon rôti, puis une masse de graisse qui en sortira. Me voilà fourni de graisse d'oie pour trois mois; puis enfin de la belle plume blanche pour rembourrer mon oreiller sur lequel je dormirai bien sans qu'on me berce. Que ma mère va être joyeuse!
En traversant le dernier village, il aperçut un rémouleur avec sa charrette. Sa roue tournait et il chantait:
J'aiguise les ciseaux par derrière et devant,
Et je pends mon manteau selon que va le vent.
Hans s'arrêta à le regarder, puis à la fin il lui dit:
– Cela va bien, à ce qu'il paraît, puisque vous êtes si joyeux a votre repassage?
– Oui, répondit le rémouleur, c’est un métier d’or. Un bon rémouleur est un homme qui trouve toujours de l’argent dans sa poche quand il y fouille. Mais où avez-vous acheté cette belle oie?
– Je ne l’ai pas achetée, mais échangée contre un cochon.
– Et le cochon?
– Je l’ai eu pour une vache.
– Et la vache?
– Pour un cheval.
– Et le cheval?
– Pour un lingot d’or aussi gros que ma tête.
– Et ce lingot?
– Eh! c’était mon gage pour sept ans de service.
– Vous avez toujours su vous en tirer, reprit le rémouleur. Si vous réussissiez maintenant à avoir toujours de l'argent sonnant dans votre poche, votre bonheur serait complet.
– Comment faut-il s'y prendre? demanda Hans.
– Il faut vous faire rémouleur comme moi. Pour cela, on n'a besoin que d'une pierre à aiguiser; le reste se trouve tout seul. J'en ai là une qui est, il est vrai, un peu endommagée; mais aussi je ne vous en demanderai rien de plus que votre oie. Voulez-vous?
– Pourquoi me le demander? répondit Hans. Ne serai-je pas l'homme le plus heureux de la terre? Une fois que j'aurai toujours de l'argent dans ma poche, à quoi servirait de m'inquiéter plus longtemps?
Et il lui donna l'oie, et prit la pierre à aiguiser en payement.
– Tenez, dit le rémouleur en ramassant un gros caillou ordinaire qui était près de lui, voilà encore par-dessus le marché une fameuse pierre sur laquelle vous pourrez frapper à l'aise et redresser vos vieux clous. Prenez-la et soignez-la bien.
Hans se chargea de la pierre et s'en alla le cœur content. Ses yeux resplendissaient de joie.
– Je suis vraiment né coiffé, s'écriait-il: tout ce que je désire me réussit à point, comme si j'étais venu au monde un dimanche.
Cependant, comme il était sur ses jambes depuis le point du jour, il commençait à être fatigué; puis la faim le tourmentait; car, dans sa joie d'avoir acheté sa vache, il avait avalé d'un seul coup toutes ses provisions. Il n'avançait plus qu'avec peine, et était obligé à chaque instant de s'arrêter; puis ses pierres lui pesaient horriblement. Il ne pouvait s'empêcher de penser combien il serait heureux pour lui de n'avoir plus en ce moment à les porter. Il se traîna donc comme un escargot à une fontaine pour s'y reposer et y boire un bon coup d'eau fraîche. Pour ne pas endommager ses pierres en les déchargeant, il les mit avec précaution auprès de lui sur le bord de la fontaine, puis il se pencha et voulut se courber pour boire; mais, sans s'en apercevoir, il poussa un peu, et les deux pierres tombèrent dedans.
En les voyant descendre jusqu'au fond, Hans sauta de joie, se mit à genoux et remercia Dieu, avec des larmes dans les yeux, de lui avoir encore accordé cette grâce et de l'avoir délivré de ces lourdes pierres d'une si bonne façon et sans qu'il eût rien à se reprocher. C'était la seule chose au monde qui le contrariât.
– Il n'y a pas d'homme aussi heureux que moi sous le soleil! s'écria-t-il.
Puis, le cœur léger et libre de tout fardeau, il continua lestement son voyage jusqu'auprès de sa mère.
Hans im Glück.
Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein,“ und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein aus der Tasche, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin gieng und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach,“ sprach Hans ganz laut, „was ist das Reiten ein schönes Ding! da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh, und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter, der das gehört hatte, hielt an und rief „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fuß?“ „Ich muß ja wohl,“ antwortete er, „da habe ich einen Klumpen heim zu tragen: es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch drückt mirs auf die Schulter.“ „Weißt du was,“ sagte der Reiter, „wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd, und du gibst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern,“ sprach Hans, „aber ich sage euch ihr müßt euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände und sprach „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mußt du mit der Zunge schnalzen, und hopp hopp rufen.“
Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferde saß und so frank und frei dahin ritt. Über ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und fieng an mit der Zunge zu schnalzen und hopp hopp zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und ehe sichs Hans versah, war er abgeworfen und lag in einem Graben, der die Äcker von der Landstraße trennte. Das Pferd wäre auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam und eine Kuh vor sich her trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich und sprach zu dem Bauer „es ist ein schlechter Spaß, das Reiten, zumal, wenn man auf so eine Mähre geräth wie diese, die stößt und einen herabwirft, daß man den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinter her gehen und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiß. Was gäb ich darum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ „Nun,“ sprach der Bauer, „geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein: der Bauer schwang sich aufs Pferd und ritt eilig davon.
Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mirs beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot, rein auf, und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze ward drückender, je näher der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen dürren Baum, und da er keinen Eimer hatte, so stellte er seine Ledermütze unter, aber wie er sich auch bemühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Und weil er sich ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, daß er zu Boden taumelte und eine zeitlang sich gar nicht besinnen konnte wo er war. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche!“ rief er und half dem guten Hans auf. Hans erzählte was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach „da trinkt einmal und erholt euch. Die Kuh will wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei,“ sprach Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, „wer hätte das gedacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was gibts für Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte! das schmeckt anders, dabei noch die Würste.“ „Hört, Hans,“ sprach da der Metzger, „euch zu Liebe will ich tauschen und will euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft“ sprach Hans, übergab ihm die Kuh, ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.
Hans zog weiter und überdachte wie ihm doch alles nach Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich danach ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne weiße Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fieng an von seinem Glück zu erzählen und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte. Der Bursch erzählte ihm daß er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte. „Hebt einmal,“ fuhr er fort, und packte sie bei den Flügeln, „wie schwer sie ist, die ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen.“ „Ja,“ sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört,“ fieng er darauf an, „mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig sein. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habts da in der Hand. Sie haben Leute ausgeschickt, und es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch mit dem Schwein erwischten: das geringste ist, daß ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang, „ach Gott,“ sprach er, „helft mir aus der Noth, ihr wißt hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da und laßt mir eure Gans.“ „Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen,“ antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld sein daß ihr ins Unglück gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand und trieb das Schwein schnell auf einen Seitenweg fort: der gute Hans aber gieng, seiner Sorgen entledigt, mit der Gans unter dem Arme der Heimath zu. „Wenn ichs recht überlege,“ sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vortheil bei dem Tausch: erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das gibt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr: und endlich die schönen weißen Federn, die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, sein Rad schnurrte, und er sang dazu
„ich schleife die Scheere, und drehe geschwind,
und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind.“
Hans blieb stehen und sah ihm zu; endlich redete er ihn an, und sprach „euch gehts wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.“ „Ja,“ antwortete der Scheerenschleifer, „das Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“ „Die hab ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.“ „Und das Schwein?“ „Das hab ich für eine Kuh gekriegt.“ „Und die Kuh?“ „Die hab ich für ein Pferd bekommen.“ „Und das Pferd?“ „Dafür hab ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf, gegeben.“ „Und das Gold?“ „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewußt,“ sprach der Schleifer, „könnt ihrs nun dahin bringen, daß ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans. „Ihr müßt ein Schleifer werden, wie ich; dazu gehört eigentlich nichts, als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist zwar ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben; wollt ihr das?“ „Wie könnt ihr noch fragen,“ antwortete Hans, „ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da länger zu sorgen?“ reichte ihm die Gans hin, und nahm den Wetzstein in Empfang. „Nun,“ sprach der Schleifer, und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen läßt, und ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt ihn und hebt ihn ordentlich auf.“
Hans lud den Stein auf und gieng mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, „ich muß in einer Glückshaut geboren sein,“ rief er aus, „alles was ich wünsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war, begann er müde zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen und mußte jeden Augenblick Halt machen; dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, wollte da ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben: damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf setzte er sich nieder und wollte sich zum Trinken bücken, da versah ers, stieß ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Thränen in den Augen daß er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihn auf eine so gute Art und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte, die ihm allein noch hinderlich gewesen wären. „So glücklich wie ich,“ rief er aus, „gibt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter war.
JEAN LE CHANCEUX.
Jean avait servi son maître sept ans; il lui dit: «Monsieur, mon temps est fini; je voudrais retourner chez ma mère; payez-moi mes gages, s'il vous plaît.»
Son maître lui répondit: «Tu m'as bien et loyalement servi; la récompense sera bonne.» Et il lui donna un lingot d'or, gros comme la tête de Jean.
Jean tira son mouchoir de sa poche, enveloppa le lingot, et le portant sur son épaule au bout d'un bâton, il se mit en route pour aller chez ses parents. Comme il marchait ainsi, toujours un pied devant l'autre, il vit un cavalier qui trottait gaillardement sur un cheval vigoureux. «Ah! se dit Jean tout haut à lui-même, quelle belle chose que d'aller à cheval! On est assis comme sur une chaise, on ne butte pas contre les cailloux du chemin, on épargne ses souliers, et on avance, Dieu sait combien!»
Le cavalier, qui l'avait entendu, s'arrêta et lui dit: «Hé! Jean, pourquoi donc vas-tu à pied?
– Il le faut bien, répondit-il; je porte à mes parents ce gros lingot. il est vrai que c'est de l'or, mais il ne m'en pèse pas moins sur les épaules.
– Si tu veux, dit le cavalier, nous changerons; je te donnerai mon cheval et tu me donneras ton lingot.
– De tout mon cœur, répliqua Jean; mais vous en aurez votre charge, je vous en avertis.»
Le cavalier descendit, et, après avoir pris l'or, il aida Jean à monter et lui mit la bride à la main en disant: «Maintenant, quand tu voudras aller vite, tu n'as qu'à faire claquer la langue et à dire: Hop! hop!»
Jean était dans la joie de son âme quand il se vit à cheval. Au bout d'un instant l'envie lui prit d'aller plus vite, et il se mit à claquer la langue et à crier: «Hop! hop!» Aussitôt le cheval se lança au galop, et Jean, avant d'avoir eu le temps de se méfier, était jeté par terre dans un fossé sur le bord de la route. Le cheval aurait continué de courir, s'il n'avait été arrêté par un paysan qui venait en sens opposé, chassant une vache devant lui. Jean, de fort mauvaise humeur, se releva comme il put et dit au paysan: «C'est un triste passe-temps que d'aller à cheval, surtout quand on a affaire à une mauvaise bête comme celle-ci, qui vous jette par terre au risque de vous rompre le cou; Dieu me préserve de jamais remonter dessus! A la bonne heure une vache comme la vôtre; on va tranquillement derrière elle, et par-dessus le marché on a chaque jour du lait, du beurre, du fromage. Que ne donnerais-je pas pour posséder un pareille vache!
– Eh bien, dit le paysan, puisque cela vous fait tant de plaisir, prenez ma vache pour votre cheval.» Jean était au comble de la joie. Le paysan monta à cheval et s'éloigna rapidement.
Jean chassait tranquillement sa vache devant lui, en songeant à l'excellent marché qu'il venait de faire: «Un morceau de pain seulement, et je ne manquerai de rien, car j'aurai toujours du beurre et du fromage à mettre dessus. Si j'ai soif, je trais ma vache et je bois du lait. Que peut-on désirer de plus?»
A la première auberge qu'il rencontra, il fit une halte et consomma joyeusement toutes les provisions qu'il avait prises pour la journée; pour les deux liards qui lui restaient il se fit donner un demi-verre de bière, et reprenant sa vache, il continua son chemin. On approchait de midi; la chaleur était accablante, et Jean se trouva dans une lande qui avait plus d'une lieue de long. Il souffrait tellement du chaud, que sa langue était collée de soif à son palais. «Il y a remède au mal, pensa-t-il; je vais traire ma vache et me rafraîchir d'un verre de lait.»
Il attacha sa vache à un tronc d'arbre mort, et, faute de seau, il tendit son chapeau; mais il eut beau presser le pis, pas une goutte de lait ne vint au bout de ses doigts. Pour comble de malheur, comme il s'y prenait maladroitement, la bête impatientée lui donna un tel coup de pied sur la tête, qu'elle l'étendit sur le sol, où il resta un certain temps sans connaissance.
Heureusement il fut relevé par un boucher qui passait par là, portant un petit cochon sur une brouette. Jean lui conta ce qui était arrivé. Le boucher lui fit boire un coup en lui disant: «Buvez cela pour vous réconforter; cette vache ne vous donnera jamais de lait; c'est une vieille bête qui n'est plus bonne que pour le travail ou l'abattoir.»
Jean s'arrachait les cheveux de désespoir: «Qui s'en serait avisé! s'écria-t-il; sans doute, cela fera de la viande pour celui qui l'abattra. Mais pour moi j'estime peu la viande de vache; elle n'a pas de goût. A la bonne heure un petit cochon comme le vôtre: voilà qui est bon, sans compter le boudin!
– Écoutez, Jean, lui dit le boucher; pour vous faire plaisir, je veux bien troquer mon cochon contre votre vache.
– Que Dieu vous récompense de votre bonne amitié pour moi!» répondit Jean, et il livra sa vache au boucher. Celui-ci, posant son cochon à terre, remit entre les mains de Jean la corde qui l'attachait.
Jean continuait son chemin en songeant combien il avait de chance: trouvait-il une difficulté, elle était aussitôt aplanie. Sur ces entrefaites, il rencontra un garçon qui portait sous le bras une belle oie blanche. Ils se souhaitèrent le bonjour, et Jean commença à raconter ses chances et la suite d'heureux échanges qu'il avait faits. De son côté, le garçon raconta qu'il portait son oie pour un repas de baptême. «Voyez, disait-il en la prenant par les ailes; voyez quelle lourdeur! il est vrai qu'on l'empâte depuis deux mois. Celui qui mordra dans ce rôti-là verra la graisse lui couler des deux côtés de la bouche.
– Oui, dit Jean, la soulevant de la main; elle a son poids, mais mon cochon a son mérite aussi.»
Alors le garçon se mit à secouer la tête en regardant de tous côtés avec précaution. «Écoutez, dit-il, l'affaire de votre cochon pourrait bien n'être pas claire. Dans le village par lequel j'ai passé tout à l'heure, on vient justement d'en voler un au maire dans son étable. J'ai peur, j'ai bien peur que ce ne soit le même que vous emmenez. On a envoyé des gens battre le pays; ce serait pour vous une vilaine aventure, s'ils vous rattrapaient avec la bête; le moins qui pourrait vous en arriver serait d'être jeté dans un cul-de-basse-fosse.
– Hélas! mon Dieu, répondit le pauvre Jean, qui commençait à mourir de peur, ayez pitié de moi! il n'y a qu'une chose à faire; prenez mon cochon et donnez-moi votre oie.
– C'est beaucoup risquer, répliqua le garçon; mais, s'il vous arrivait malheur, je ne voudrais pas en être la cause.»
Et prenant la corde, il emmena promptement le cochon par un chemin de traverse, pendant que l'honnête Jean, dégagé d'inquiétude, s'en allait chez lui avec son oie sous le bras. «En y réfléchissant bien, se disait-il à lui-même, j'ai encore gagné à cet échange: d'abord un bon rôti; puis avec toute la graisse qui en coulera, me voilà pourvu de graisse d'oie pour trois mois au moins; enfin, avec les belles plumes blanches, je me ferai un oreiller sur lequel je dormirai bien sans qu'on me berce. Quelle joie pour ma mère!»
En passant par le dernier village avant d'arriver chez lui, il vit un rémouleur qui faisait tourner sa meule en chantant:
Je suis rémouleur sans pareil;
Tourne, ma roue, au beau soleil!
Jean s'arrêta à le regarder et finit par lui dire: «Vous êtes joyeux, à ce que je vois, il paraît que le repassage va bien.
– Oui, répondit le rémouleur, c'est un métier d'or. Un bon rémouleur est un homme qui a toujours de l'argent dans sa poche. Mais où avez-vous acheté cette belle oie?
– Je ne l'ai pas achetée, je l'ai eue en échange de mon cochon.
– Et le cochon?
– Je l'ai eu pour une vache.
– Et la vache?
– Pour un cheval.
– Et le cheval?
– Pour un lingot d'or gros comme ma tête.
– Et le lingot?
– C'étaient mes gages pour sept ans de service.
– Je vois, dit le rémouleur, que vous avez toujours su vous tirer d'affaire. Maintenant il ne vous reste plus qu'à trouver un moyen d'avoir toujours la bourse pleine, et votre bonheur est fait.
– Mais comment faire? demanda Jean.
– Il faut vous faire rémouleur comme moi. Pour cela, il suffit d'une pierre à aiguiser; le reste vient tout seul. J'en ai une, un peu ébréchée il est vrai, mais je vous la céderai pour peu de chose, votre oie seulement: voulez-vous?
– Cela ne se demande pas, répondit Jean; me voilà l'homme le plus heureux de la terre. Au diable les soucis, quand j'aurai toujours la poche pleine.»
Il prit la pierre et donna son oie en payement.
«Tenez, lui dit le rémouleur en lui donnant un gros caillou commun qui était à ses pieds, je vous donne encore une autre bonne pierre par-dessus le marché; on peut frapper dessus tant qu'on veut; elle vous servira à redresser vos vieux clous. Emportez-la avec soin.»
Jean se chargea du caillou et s'en alla le cœur gonflé et les yeux brillants de joie: «Ma foi! s'écriait-il, je suis né coiffé; tout ce que je désire m'arrive, ni plus ni moins que si j'étais venu au monde un dimanche!»
Cependant, comme il était sur ses jambes depuis la pointe du jour, il commençait à sentir la fatigue. La faim aussi le tourmentait; car, dans sa joie d'avoir acquis la vache, il avait consommé toutes ses provisions d'un seul coup. Il n'avançait plus qu'avec peine et en s'arrêtant à chaque pas; la pierre et le caillou le chargeaient horriblement. Il ne put s'empêcher de songer qu'il serait bien heureux de n'avoir rien à porter du tout. Il se traîna jusqu'à une source voisine pour se reposer et se rafraîchir en buvant un coup; et, pour ne pas se blesser avec les pierres en s'asseyant, il les posa près de lui sur le bord de l'eau; puis se mettant à plat ventre il s'avança pour boire, mais sans le vouloir il poussa les pierres et elles tombèrent au fond. En les voyant disparaître sous ses yeux, il sauta de joie, et, les larmes aux yeux, il remercia Dieu qui lui avait fait la grâce de le décharger de ce faix incommode, sans qu'il eût rien à se reprocher. «Il n'y a pas sous le soleil, s'écria-t-il, un homme plus chanceux que moi!» Et délivré de tout fardeau, le cœur léger comme les jambes, il continua son chemin jusqu'à la maison de sa mère.
Hans im Glück.
Hans hatte sieben Jahre bei seinem Herrn gedient, da sprach er zu ihm „Herr, meine Zeit ist herum, nun wollte ich gerne wieder heim zu meiner Mutter, gebt mir meinen Lohn.“ Der Herr antwortete „du hast mir treu und ehrlich gedient, wie der Dienst war, so soll der Lohn sein,“ und gab ihm ein Stück Gold, das so groß als Hansens Kopf war. Hans zog sein Tüchlein aus der Tasche, wickelte den Klumpen hinein, setzte ihn auf die Schulter und machte sich auf den Weg nach Haus. Wie er so dahin gieng und immer ein Bein vor das andere setzte, kam ihm ein Reiter in die Augen, der frisch und fröhlich auf einem muntern Pferd vorbei trabte. „Ach,“ sprach Hans ganz laut, „was ist das Reiten ein schönes Ding! da sitzt einer wie auf einem Stuhl, stößt sich an keinen Stein, spart die Schuh, und kommt fort, er weiß nicht wie.“ Der Reiter, der das gehört hatte, hielt an und rief „ei, Hans, warum laufst du auch zu Fuß?“ „Ich muß ja wohl,“ antwortete er, „da habe ich einen Klumpen heim zu tragen: es ist zwar Gold, aber ich kann den Kopf dabei nicht gerad halten, auch drückt mirs auf die Schulter.“ „Weißt du was,“ sagte der Reiter, „wir wollen tauschen: ich gebe dir mein Pferd, und du gibst mir deinen Klumpen.“ „Von Herzen gern,“ sprach Hans, „aber ich sage euch ihr müßt euch damit schleppen.“ Der Reiter stieg ab, nahm das Gold und half dem Hans hinauf, gab ihm die Zügel fest in die Hände und sprach „wenns nun recht geschwind soll gehen, so mußt du mit der Zunge schnalzen, und hopp hopp rufen.“
Hans war seelenfroh, als er auf dem Pferde saß und so frank und frei dahin ritt. Über ein Weilchen fiels ihm ein, es sollte noch schneller gehen, und fieng an mit der Zunge zu schnalzen und hopp hopp zu rufen. Das Pferd setzte sich in starken Trab, und ehe sichs Hans versah, war er abgeworfen und lag in einem Graben, der die Äcker von der Landstraße trennte. Das Pferd wäre auch durchgegangen, wenn es nicht ein Bauer aufgehalten hätte, der des Weges kam und eine Kuh vor sich her trieb. Hans suchte seine Glieder zusammen und machte sich wieder auf die Beine. Er war aber verdrießlich und sprach zu dem Bauer „es ist ein schlechter Spaß, das Reiten, zumal, wenn man auf so eine Mähre geräth wie diese, die stößt und einen herabwirft, daß man den Hals brechen kann; ich setze mich nun und nimmermehr wieder auf. Da lob ich mir eure Kuh, da kann einer mit Gemächlichkeit hinter her gehen und hat obendrein seine Milch, Butter und Käse jeden Tag gewiß. Was gäb ich darum, wenn ich so eine Kuh hätte!“ „Nun,“ sprach der Bauer, „geschieht euch so ein großer Gefallen, so will ich euch wohl die Kuh für das Pferd vertauschen.“ Hans willigte mit tausend Freuden ein: der Bauer schwang sich aufs Pferd und ritt eilig davon.
Hans trieb seine Kuh ruhig vor sich her und bedachte den glücklichen Handel. „Hab ich nur ein Stück Brot, und daran wird mirs doch nicht fehlen, so kann ich, so oft mirs beliebt, Butter und Käse dazu essen; hab ich Durst, so melk ich meine Kuh und trinke Milch. Herz, was verlangst du mehr?“ Als er zu einem Wirthshaus kam, machte er Halt, aß in der großen Freude alles, was er bei sich hatte, sein Mittags- und Abendbrot, rein auf, und ließ sich für seine letzten paar Heller ein halbes Glas Bier einschenken. Dann trieb er seine Kuh weiter, immer nach dem Dorfe seiner Mutter zu. Die Hitze ward drückender, je näher der Mittag kam, und Hans befand sich in einer Heide, die wohl noch eine Stunde dauerte. Da ward es ihm ganz heiß, so daß ihm vor Durst die Zunge am Gaumen klebte. „Dem Ding ist zu helfen,“ dachte Hans, „jetzt will ich meine Kuh melken und mich an der Milch laben.“ Er band sie an einen dürren Baum, und da er keinen Eimer hatte, so stellte er seine Ledermütze unter, aber wie er sich auch bemühte, es kam kein Tropfen Milch zum Vorschein. Und weil er sich ungeschickt dabei anstellte, so gab ihm das ungeduldige Thier endlich mit einem der Hinterfüße einen solchen Schlag vor den Kopf, daß er zu Boden taumelte und eine zeitlang sich gar nicht besinnen konnte wo er war. Glücklicherweise kam gerade ein Metzger des Weges, der auf einem Schubkarren ein junges Schwein liegen hatte. „Was sind das für Streiche!“ rief er und half dem guten Hans auf. Hans erzählte was vorgefallen war. Der Metzger reichte ihm seine Flasche und sprach „da trinkt einmal und erholt euch. Die Kuh will wohl keine Milch geben, das ist ein altes Thier, das höchstens noch zum Ziehen taugt oder zum Schlachten.“ „Ei, ei,“ sprach Hans, und strich sich die Haare über den Kopf, „wer hätte das gedacht! es ist freilich gut, wenn man so ein Thier ins Haus abschlachten kann, was gibts für Fleisch! aber ich mache mir aus dem Kuhfleisch nicht viel, es ist mir nicht saftig genug. Ja, wer so ein junges Schwein hätte! das schmeckt anders, dabei noch die Würste.“ „Hört, Hans,“ sprach da der Metzger, „euch zu Liebe will ich tauschen und will euch das Schwein für die Kuh lassen.“ „Gott lohn euch eure Freundschaft“ sprach Hans, übergab ihm die Kuh, ließ sich das Schweinchen vom Karren losmachen und den Strick, woran es gebunden war, in die Hand geben.
Hans zog weiter und überdachte wie ihm doch alles nach Wunsch gienge, begegnete ihm ja eine Verdrießlichkeit, so würde sie doch gleich wieder gut gemacht. Es gesellte sich danach ein Bursch zu ihm, der trug eine schöne weiße Gans unter dem Arm. Sie boten einander die Zeit, und Hans fieng an von seinem Glück zu erzählen und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte. Der Bursch erzählte ihm daß er die Gans zu einem Kindtaufschmaus brächte. „Hebt einmal,“ fuhr er fort, und packte sie bei den Flügeln, „wie schwer sie ist, die ist aber auch acht Wochen lang genudelt worden. Wer in den Braten beißt, muß sich das Fett von beiden Seiten abwischen.“ „Ja,“ sprach Hans, und wog sie mit der einen Hand, „die hat ihr Gewicht, aber mein Schwein ist auch keine Sau.“ Indessen sah sich der Bursch nach allen Seiten ganz bedenklich um, schüttelte auch wohl mit dem Kopf. „Hört,“ fieng er darauf an, „mit eurem Schweine mags nicht ganz richtig sein. In dem Dorfe, durch das ich gekommen bin, ist eben dem Schulzen eins aus dem Stall gestohlen worden. Ich fürchte, ich fürchte, ihr habts da in der Hand. Sie haben Leute ausgeschickt, und es wäre ein schlimmer Handel, wenn sie euch mit dem Schwein erwischten: das geringste ist, daß ihr ins finstere Loch gesteckt werdet.“ Dem guten Hans ward bang, „ach Gott,“ sprach er, „helft mir aus der Noth, ihr wißt hier herum bessern Bescheid, nehmt mein Schwein da und laßt mir eure Gans.“ „Ich muß schon etwas aufs Spiel setzen,“ antwortete der Bursche, „aber ich will doch nicht Schuld sein daß ihr ins Unglück gerathet.“ Er nahm also das Seil in die Hand und trieb das Schwein schnell auf einen Seitenweg fort: der gute Hans aber gieng, seiner Sorgen entledigt, mit der Gans unter dem Arme der Heimath zu. „Wenn ichs recht überlege,“ sprach er mit sich selbst, „habe ich noch Vortheil bei dem Tausch: erstlich den guten Braten, hernach die Menge von Fett, die herausträufeln wird, das gibt Gänsefettbrot auf ein Vierteljahr: und endlich die schönen weißen Federn, die laß ich mir in mein Kopfkissen stopfen, und darauf will ich wohl ungewiegt einschlafen. Was wird meine Mutter eine Freude haben!“
Als er durch das letzte Dorf gekommen war, stand da ein Scheerenschleifer mit seinem Karren, sein Rad schnurrte, und er sang dazu
„ich schleife die Scheere und drehe geschwind,
und hänge mein Mäntelchen nach dem Wind.“
Hans blieb stehen und sah ihm zu; endlich redete er ihn an, und sprach „euch gehts wohl, weil ihr so lustig bei eurem Schleifen seid.“ „Ja,“ antwortete der Scheerenschleifer, „das Handwerk hat einen güldenen Boden. Ein rechter Schleifer ist ein Mann, der, so oft er in die Tasche greift, auch Geld darin findet. Aber wo habt ihr die schöne Gans gekauft?“ „Die hab ich nicht gekauft, sondern für mein Schwein eingetauscht.“ „Und das Schwein?“ „Das hab ich für eine Kuh gekriegt.“ „Und die Kuh?“ „Die hab ich für ein Pferd bekommen.“ „Und das Pferd?“ „Dafür hab ich einen Klumpen Gold, so groß als mein Kopf, gegeben.“ „Und das Gold?“ „Ei, das war mein Lohn für sieben Jahre Dienst.“ „Ihr habt euch jederzeit zu helfen gewußt,“ sprach der Schleifer, „könnt ihrs nun dahin bringen, daß ihr das Geld in der Tasche springen hört, wenn ihr aufsteht, so habt ihr euer Glück gemacht.“ „Wie soll ich das anfangen?“ sprach Hans. „Ihr müßt ein Schleifer werden, wie ich; dazu gehört eigentlich nichts, als ein Wetzstein, das andere findet sich schon von selbst. Da hab ich einen, der ist zwar ein wenig schadhaft, dafür sollt ihr mir aber auch weiter nichts als eure Gans geben; wollt ihr das?“ „Wie könnt ihr noch fragen,“ antwortete Hans, „ich werde ja zum glücklichsten Menschen auf Erden; habe ich Geld, so oft ich in die Tasche greife, was brauche ich da länger zu sorgen?“ reichte ihm die Gans hin, und nahm den Wetzstein in Empfang. „Nun,“ sprach der Schleifer, und hob einen gewöhnlichen schweren Feldstein, der neben ihm lag, auf, „da habt ihr noch einen tüchtigen Stein dazu, auf dem sichs gut schlagen läßt, und ihr eure alten Nägel gerade klopfen könnt. Nehmt hin und hebt ihn ordentlich auf.“
Hans lud den Stein auf und gieng mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, „ich muß in einer Glückshaut geboren sein,“ rief er aus, „alles was ich wünsche trifft mir ein, wie einem Sonntagskind.“ Indessen, weil er seit Tagesanbruch auf den Beinen gewesen war, begann er müde zu werden; auch plagte ihn der Hunger, da er allen Vorrath auf einmal in der Freude über die erhandelte Kuh aufgezehrt hatte. Er konnte endlich nur mit Mühe weiter gehen und mußte jeden Augenblick Halt machen; dabei drückten ihn die Steine ganz erbärmlich. Da konnte er sich des Gedankens nicht erwehren, wie gut es wäre, wenn er sie gerade jetzt nicht zu tragen brauchte. Wie eine Schnecke kam er zu einem Feldbrunnen geschlichen, wollte da ruhen und sich mit einem frischen Trunk laben: damit er aber die Steine im Niedersitzen nicht beschädigte, legte er sie bedächtig neben sich auf den Rand des Brunnens. Darauf setzte er sich nieder und wollte sich zum Trinken bücken, da versah ers, stieß ein klein wenig an, und beide Steine plumpten hinab. Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Thränen in den Augen daß er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihn auf eine so gute Art und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte, die ihm allein noch hinderlich gewesen wären. „So glücklich wie ich,“ rief er aus, „gibt es keinen Menschen unter der Sonne.“ Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter war.
JEAN L’OPTIMISTE.
Après avoir passé sept ans au service de son maître, Jean dit un jour à ce dernier:
– Maître, j’ai fait mon temps; trouvez bon que je retourne maintenant chez ma mère, et veuillez régler mon compte.
Le maître répondit:
– Mon brave Jean, ta demande est trop légitime pour que je n’y fasse pas droit; tu m’as servi avec honneur et fidélité: la récompense doit-être égale au dévouement.
Cela dit, il lui donna un lingot d’or, aussi gros que la tête de Jean.
Jean tira de sa poche son mouchoir, en enveloppa son précieux lingot, le plaça sur son dos, et prit le chemin de la maison de sa mère.
Comme il allait ainsi d’un pas alourdi par le fardeau qui pesait sur ses épaules, il aperçut un cavalier qui, d’un air fringant et joyeux, venait au galop de son côté.
– Ah! s’écria Jean, que l’équitation est une belle chose! Vous vous trouvez assis aussi commodément que sur une chaise; vous ne vous heurtez pas les pieds contre les cailloux, vous n’usez pas vos chaussures, et vous arrivez comme par enchantement où vous voulez aller.
Le cavalier entendit ce monologue, et cria à notre homme:
– Pourquoi donc alors, mon ami, voyagez-vous à pied?
– Hélas! répondit Jean, c’est que je dois porter jusque chez nous ce vilain lingot! Il est d’or, à la vérité, mais il ne m’en écorche pas moins le dos!
– Eh bien! reprit le cavalier, qui aussitôt arrêta son cheval, faisons un troc: tu me donneras ton lingot, et en échange je te donnerai mon cheval.
– Topez-là! s’empressa de répliquer Jean, mais à condition que vous m’aiderez à monter sur le noble animal.
Le cavalier descendit de cheval, prit le lingot d’or, hissa Jean sur sa monture, et lui plaçant la bride entre les mains:
– Souviens-toi, lui dit-il, que lorsque tu voudras aller bon train, tu n’auras qu’à chatouiller le cheval avec la bride, et à crier vivement: hop! hop!
hop! hop!
Le cheval, qui n’avait pas besoin d’être si vivement excité, partit au galop, et avant de pouvoir s’en rendre compte, le pauvre Jean se trouva étendu tout de son long dans un fossé qui séparait les champs, de la grande route. Emporté par son ardeur, le cheval aurait été je ne sais où, si un paysan qui chassait devant lui une vache, ne s’était trouvé fort à point sur le chemin pour l’arrêter.
Jean se ramassa de son mieux, se remit tant bien que mal sur ses jambes et s’avança d’un air piteux vers notre homme.
– Le pauvre plaisir que l’équitation, lui dit-il, surtout lorsque l’on monte une pareille rosse! La bête butte, et pouf! vous voilà par terre, fort heureux encore si vous ne vous êtes pas rompu le cou! Pour mon compte, je me sens guéri à jamais du désir de prendre un semblable exercice. Parlez-moi d’une bonne et raisonnable vache comme la vôtre! on n’a qu’à se promener tout doucement derrière elle, sans compter que tous les jours que Dieu fait elle vous fournit encore lait, beurre et fromage. Que ne donnerais-je pas pour posséder une telle vache!
– Puisque cela vous ferait un si grand plaisir, et que d’ailleurs vous paraissez être un honnête garçon, je consens, dit le paysan, à vous donner ma vache pour votre cheval.
Jean accepta le marché avec des grandes démonstrations de joie. Le paysan sauta en selle, et partit à toute bride.
Jean poussa tranquillement sa vache devant lui, en réfléchissant à l’excellente affaire qu’il venait de conclure.
– A l’exception du pain de chaque jour, se disait-il, il ne me manquera plus rien désormais; il ne tiendra qu’à moi de le couvrir de beurre et de fromage aussi souvent qu’il m’en prendra envie; si la soif se fait sentir, je n’ai qu’à traire ma vache, et je me régale de lait pur! Est-il au monde un homme plus heureux que moi?
Il attacha sa bête à l’un des anneaux plantés dans le mur, entra dans l’hôtellerie, mangea de grand cœur toutes les provisions contenues dans son sac, et pour ses derniers sous se fit servir un grand verre de bière qu’il vida en l’honneur de sa bonne fortune. Ayant ainsi réparé ses forces, il reprit avec sa vache le chemin de la maison paternelle.
Cependant le soleil montait dans le ciel, et la chaleur devenait de moment en moment moins supportable. Jean en souffrait d’autant plus qu’il traversait une bruyère où il avait au moins encore pour une grande heure de chemin. A la fin, sa gorge devint si aride que sa langue collait à son gosier.
– Il y a moyen de parer à cet inconvénient, se dit Jean; trayons ma vache, et son lait me rafraîchira.
Il l’attacha par la corde à un arbuste tout rabougri, plaça son bonnet de laine sous le pis de la bête, et se mit en devoir de la traire. Mais il eut beau tirer en tous sens, il ne put parvenir à extraire la plus petite goutte de lait.
Comme il s’y prenait d’ailleurs fort maladroitement, la vache impatientée lui asséna, d’un de ses pieds de derrière, un coup si violent sur la tête, qu’il roula par terre, et resta longtemps sans connaissance. Heureusement pour lui qu’un boucher vint à passer par là. Cet homme traînait un petit cochon dans une brouette.
– Que fais-tu donc là, camarade? dit-il à Jean, en le secouant avec la délicatesse d’un boucher.
Revenu à lui, Jean raconta ce qui lui était arrivé. Le boucher s’empressa de lui présenter sa bouteille:
Quant à ta vache, ne t’étonne pas si elle refuse de donner du lait; c’est une vieille bête qui n’est plus bonne qu’à tirer la charrue, ou à abattre!
– Une vieille bête, s’écria Jean en se frottant la place où il avait reçu le coup de pied, je ne m’en serais pas douté! Je comprends qu’on abatte des bœufs bien gras; cela fait de bon bouillon; mais ne me parlez pas de viande de vache! Je la trouve trop dure! A la bonne heure, un petit cochon comme celui que vous avez là! La chair en est bien autrement savoureuse, sans compter qu’on en fait des saucisses!
– Ecoute-moi, Jean, reprit le boucher. Puique ta vache te joue de si méchans tours, et que les saucisses te tiennent si fort à cœur, je consens à faire un échange. Prends mon cochon, je me charge de ta vache.
Puis il saisit le cochon par la corde, et poursuivit sa route, en se félicitant de sa bonne étoile qui faisait que tout lui réussissait à souhait. Il fut bientôt rejoint par un autre compagnon qui portait une belle oie blanche sous le bras. Tandis qu’ils cheminaient de compagnie, Jean se mit à lui raconter ses heureuses chances et les trocs avantageux qu’il avait faits. De son côté, l’étranger lui dit que l’oie qu’il portait sous le bras était destinée à un dîner de baptême.
– Soulevez-la un peu, continua-t-il, et prenez-la par les ailes, vous verrez comme elle pèse! il faut dire aussi que voilà déjà plus de six semaines qu’on l’empâte!
– En effet, répondit Jean, elle a son poids, mais mon cochon n’est pas non plus à dédaigner.
En ce moment, l’étranger prit un air préoccupé, et porta des regards inquiets tout autour de lui; puis il répondit en hochant la tête:
– Il me vient une singulière idée au sujet de votre cochon. Dans le village que j’ai traversé tout à l’heure, on venait justement d’en dérober un du même âge. J’ai bien peur, j’ai bien peur que ce ne soit le camarade que vous le conduisez là par la corde. Votre dernier marché ne serait pas déjà si favorable, s’il allait vous conduire dans quelque noir cachot.
Qu’on juge de l’épouvante que ces paroles causèrent à l’honnête Jean!
– Au nom du ciel, s’écria-t-il, d’un ton suppliant, tirez-moi du péril qui me menace, et soyez assez bon pour prendre ce maudit cochon en échange de votre oie!
– Je m’expose pour vous, répondit le malin étranger, mais je ne veux point vous laisser dans l’embarras.
Et sans plus long discours, il prit la corde du cochon et disparut avec lui par un sentier écarté au milieu des arbres. Quant à Jean, tout heureux d’avoir de nouveau la conscience tranquille, il poursuivit sa route, avec l’oie sous son bras.
– En y réfléchissant bien, se dit-il, je gagne encore à ce dernier échange; comptons un peu tout le profit que je puis tirer de cette bête: d’abord un bon rôti, ensuite de la graisse en abondance dont je pourrai beurrer mon pain pendant au moins trois mois; et par dessus le marché encore de belles plumes blanches dont je me ferai un coussin sur lequel je dormirai bien plus mollement; il me semble déjà voir la joie de ma mère.
Comme notre homme traversait un dernier village, il rencontra un remouleur ambulant assis sur son établi. Sa route tournait en bruissant, et il chantait:
Aussi prompt que les oiseaux,
Pareil à la girouette
Jean s’arrêta pour le regarder; enfin lui adressant la parole:
– Il parait que la gaité ne vous manque pas puisque vous chantez ainsi à tue-tête.
– C’est qu’aussi, répondit le remouleur, mon métier est bien le premier des métiers! Un bon remouleur, voyez-vous, est un gaillard qui n’a qu’à mettre sa main dans sa poche pour y trouver de l’argent. Mais où avez-vous acheté cette oie magnifique?
– Je ne l’ai pas achetée, mais reçue en échange pour mon cochon.
– Et ce cochon?
– On me l’avait donné pour ma vache.
– Et cette vache?
– J’étais parvenu à l’obtenir pour mon cheval.
– Et ce cheval?
– On avait bien voulu me le laisser pour un lingot d’or, aussi gros que ma tête, qui m’écorchait les épaules.
– Et ce lingot d’or?
– Oh! ce lingot, mon maître me l’avait donné en récompense de sept années passées à son service.
– Je vois, reprit le rémouleur, que de tout temps vous avez su faire vos affaires; s’il résulte de tout cela, qu’en marchant vous entendez sonner de bons écus dans votre poche, il ne vous reste plus qu’à chanter comme moi du soir au matin.
– Devenir un rémouleur comme moi, répondit notre homme. Il ne faut pour cela qu’une pierre à aiguiser; le reste vient tout seul. Tenez, j’en ai là une fort à propos qui ferait joliment votre affaire; elle est bien un peu ébréchée, mais elle n’en fera pas moins son service; et ce n’est d’ailleurs qu’à cause de cela que je me déciderai peut-être à vous la céder en échange de votre oie. Ça vous va-t-il?
– Comment pouvez-vous me le demander? répliqua Jean: vous avez la générosité de me procurer le moyen de devenir l’homme du monde le plus heureux; car enfin, puisque je n’aurai qu’à mettre ma main dans ma poche pour y trouver de l’argent; que pourrai-je désirer de plus?
A ces mots, il tendit son oie au repasseur, qui lui donna sa pierre ébréchée en échange.
– Ce n’est pas tout, ajouta ce dernier, je veux vous offrir pardessus le marché cette autre pierre excellente. Elle a la vertu d’être tellement dure, qu’on peut frapper dessus tout à son aise sans crainte de la casser. Cela vous servira à redresser vos vieux clous. Emportez-là. Voulez-vous que je vous aide à la placer sur votre dos?
Jean chargea ce précieux fardeau sur ses épaules, et prit congé du repasseur. Son cœur sautait de joie dans sa poitrine; ses yeux étincelaient.
– A coup sûr, se dit-il, je suis né coiffé! Tous mes désirs sont exaucés toujours: on dirait vraiment que ma mère m’a mis au monde un dimanche!
Cependant, comme notre homme heureux se trouvait sur ses jambes depuis le lever de l’aurore, il commença à se sentir fatigué; puis la faim ne tarda pas non plus à venir le harceler; malheureusement, dans la joie que lui avait causée le matin l’acquisition de sa vache, on se rappelle qu’il avait eu l’imprévoyance de manger en une fois ses provisions de la journée. Bientôt, il se sentit tellement faible qu’il lui fallut faire halte tous les huit ou dix pas: ajoutez à sa défaillance l’énorme poids de la pierre qu’il avait sur le dos. Aussi, malgré toute la satisfaction que lui avait causée son dernier marché, ne put-il s’empêcher de penser qu’il vaudrait mieux pour lui en ce moment n’être point chargé d’un tel fardeau. Ce ne fut pas sans peine qu’il parvint à se traîner jusqu’au bord d’une fontaine, où il voulait étancher sa soif. Or, craignant d’endommager ses précieuses pierres, il les posa avec précaution dans l’herbe au bord de la fontaine. Cela fait, il s’empressa de s’asseoir, puis de se pencher pour puiser de l’eau; mais par un mouvement involontaire il heurta les deux pierres placées près de lui, et elles roulèrent au fond de la source.
Vous croyez peut-être que Jean s’attrista de cette perte? vous vous trompez. Bien au contraire; il s’agenouilla soudain et remercia Dieu de cette dernière grâce qu’il venait de lui accorder, en le débarrassant de ces pierres si lourdes à traîner! C’était cependant tout ce qui lui restait de sept années de bons et loyaux services!
– Je ne crois pas, s’écria-t-il avec ivresse, qu’il y ait au monde un homme aussi heureux que moi!
Cela dit, le cœur en fête, mais le corps à jeun, il se remit en route; et comme rien maintenant ne pouvait plus retarder sa marche, il fut en quelques sauts dans les bras de sa mère.
JEAN AU COMBLE DU BONHEUR
Jean avait servi son maître pendant sept ans. «Maître, dit-il alors, mon temps est fini, et je voudrais bien retourner chez nous auprès de ma mère. Donnez-moi donc mes gages.
– Tu m’as servi fidèlement et honnêtement, répondit le maître. Tel service, tel salaire.»
Et il lui donna un lingot d’or qui était presque aussi gros que la tête de Jean. Celui-ci prit son mouchoir, en enveloppa son lingot qu’il mit sur son épaule et se mit en chemin pour aller retrouver sa mère. Pendant qu’il marchait ainsi, ayant de la peine à poser un pied devant l’autre, vint à passer un cavalier qui trottait gaiement sur un cheval ardent et vif.
«Oh! dit Jean tout haut, que c’est une belle chose que de chevaucher ainsi! Cet homme est là assis comme sur un fauteuil, in ne se heurte pas aux pierres, n’use pas ses souliers et il avance sans savoir comment.
– Mais, Jean, dit le cavalier qui l’avait entendu, pourquoi aussi vas-tu à pied?
– C’est qu’il le faut, répondit Jean. J’ai là un paquet bien lourd à reporter chez nous; c’est de l’or, il est vrai; mais cela me pèse en diable sur l’épaule, et je ne puis pas tenir la tête droite.
– Sais-tu une chose? reprit le cavalier qui avait arrêté sa monture. Veux-tu changer? je te donnerai mon beau cheval et je prendrai ton lingot.
– Oh! de tout cœur, dit Jean. Mais je vous préviens, vous aurez là votre charge.»
Le cavalier sauta prestement à terre, prit le lingot d’or et aida Jean à monter sur la bête. «Quand tu voudras aller comme le vent, lui dit-il, après lui avoir mis en main les guides, tu n’auras qu’à faire claquer ta langue et à crier: Hop, hop!»
«Hop, hop!» L’animal docile se mit à galoper, à bondir avec fougue, et patatra! Voilà Jean qui ne vit que du feu, lancé dans le fossé qui bordait la route. Le cheval allait son train; mais un paysan qui arrivait en sens inverse, conduisant une ache, le saisit par les rênes et le ramena auprès de Jean qui, s’étant ramassé, se tâtait les membres, et se trouvait quelque peu meurtri.
«En voilà une mauvaise plaisanterie que de monter à cheval, dit-il de très mauvaise humeur. On est exposé à rencontrer une bête comme celle-ci, qui vous secoue et vous jette à bas. Merci, je ne risquerai plus de me rompre le cou. Jamais de ma vie je ne remonterai à cheval. Mais parlez-moi d’une vache comme la vôtre; on n’a qu’à marcher tout tranquillement derrière elle, et l’on a en outre son lait, son beurre et son fromage assuré pour tous les jours. Que ne donnerais-je pas, pour avoir une bête pareille?»
– Ma foi, dit le paysan, si cela doit vous faire un si grand plaisir, je veux bien troquer ma vache contre votre cheval.»
Jean consentit avec joie; le paysan s’élança sur le cheval et partit au galop. Jean poussa la vache tout doucement devant lui et, chemin faisant, réfléchissait aux avantages de l’affaire qu’il venait de conclure.
«Pourvu que j’aie un morceau de pain, se disait-il, et certes ce n’est pas cela qui me manquera, je peux maintenant, quand j’aurai faim, y joindre du beurre et du fromage; si j’ai soif, je trais ma vache et voilà du lait tout frais. Mon cœur, que peux-tu désirer le plus?»
Arrivé à une auberge, il fit une halte et, se croyant maintenant pourvu jusqu'à la fin de ses jours, il dévora toutes les provisions qu'il avait emportées pour la route et il dépensa ses deux derniers liards pour un verre de bière. Puis il repartit avec sa vache, se dirigeant vers son village. Le soleil dardait, il faisait étouffant, et sur
«Mais il y a du remède, se dit-il, je vais traire ma vache, et bien me rafraîchir avec du bon lait.»
Il attacha la bête à un poteau de la route, et, ouvrant sa casquette de cuir, il se mit à presser le pis de la vache; mais il eut beau faire, serrer de toutes ses forces, il ne vint pas une goutte de lait. Ne connaissant pas le métier, et s'y prenant maladroitement, il finit par tant agacer la bête, qu’elle lui donna d'un de ses pieds de derrière un tel coup sur la tête, qu'il s'en alla rouler à dix pas, où il resta quelque temps à moitié sans connaissance. Heureusement survint un boucher, qui poussait une brouette où se trouvait un jeune cochon. «Quelle est cette bonne farce?» dit-il, et il aida le brave Jean à se relever. Jean raconta ce qui venait de se passer. Le boucher lui tendant sa gourde dit: «– Allons, buvez un coup, cela vous remettra. Quant à la vache, je comprends que vous n'ayez pu en avoir du lait; elle n'en donnera plus jamais; c'est une vieille bête, bonne seulement à être attelée à la charrette ou à être tuée. – Diable! dit Jean en arrangeant ses cheveux ébouriffés dans sa chute, qui aurait pu se douter de cela? Le fait est que, si l'on tue une bête pareille, cela vous donne bien de la viande; mais je ne tiens pas du tout à la chair de vache, elle n'a pas assez de goût. Ah! si c'était un jeune porc! Voilà un régal, et les saucisses donc qu'on en tire!
– Écoutez, Jean, dit le boucher; puisque c'est vous, je veux bien, pour vous faire plaisir, changer mon cochon pour votre vache.
– Que Dieu vous rende ce service d'ami!» s'écria Jean et, lui remettant la vache; il emmena le cochon, le tenant par la corde, avec laquelle l'animal avait été attaché dans la brouette. Tout en avançant, il fit la réflexion que tout marchait à souhait pour lui; qu'à peine lui arrivait-il une contrariété, qu'elle était aussitôt écartée. Voilà qu'il fut rejoint par un jeune garçon qui tenait sous le bras une belle oie toute blanche et dodue.
Après s'être donné le bonjour, ils se mirent à causer. Jean fit le récit de ses aventures, se vantant de son bonheur constant. Le garçon raconta qu'il portait l'oie au village voisin où on l'avait commandée pour un repas de baptême.
«Pesez-moi cela, dit-il, la soulevant par les ailes; j'espère qu'elle est lourde; mais aussi voilà deux mois qu'on l'emboque avec ce qu'il y a de plus nourrissant. Celui qui aura la chance de mordre dans ce rôti-là, aura à s'essuyer la graisse des deux côtés de la bouche.
– C'est vrai, dit Jean, en soupesant l'oie; c'est une fameuse bête. Mais mon cochon est aussi une merveille dans son genre.»
Le garçon ne répondit rien, mais se mit à regarder de tous côtés comme avec inquiétude. Puis, secouant la tête, il reprit: «Écoutez, l'affaire de votre cochon ne me paraît pas tout à fait en règle. On vient d'en voler un dans l'étable du maire du dernier village où j'ai passé. Quelque chose me dit que c’est celui-là même que vous tenez là. Oui, cela me fait cet effet-là. Quelle terrible histoire, si on vous attrapait l'ayant encore; la première chose qui vous arriverait, c'est qu'on vous fourrerait dans le cachot le plus sombre.»
Jean, tout en transes, s'écria: «Bonté du ciel! secourez-moi dans ce malheur. Vous connaissez le pays et vous pourrez mieux vous dérober que moi à la justice. Prenez le cochon, et laissez-moi votre oie.
– Je risque pas mal à cette affaire, dit le garçon; mais, pour vous tirer d'embarras, je ferai comme vous désirez.» Il saisit donc la corde et, entraînant le cochon, il prit un sentier de traverse et s'esquiva prestement. L'honnête Jean, délivré de ce souci, se remit à arpenter la route. «En calculant bien, pensait-il, je gagne encore à ce troc. D'abord la chair de l'oie est plus délicate, plus succulente que celle du porc; et toute cette excellente graisse dont je me ferai des tartines pendant des semaines! Et j'oublie les belles plumes et ce duvet si doux, dont je me ferai faire un oreiller, sur lequel je m'endormirai divinement sans qu'on ait besoin de me bercer. «Dieu! que ma mère va être enchantée de cette superbe bête,»
Lorsqu’il eut traversé le dernier village qui se trouvait avant le sien, il aperçut un rémouleur arrêté auprès de sa brouette. Il faisait aller sa roue et chantait en mème temps:
Je repasse les ciseaux, les couteaux, les rasoirs,
Et gaiement je fais tourner ma roue au soleil.
Jean s’arrêta et le regarda faire; puis il dit:
«Cela va donc comme vous le désirez, puisque vous chantez si joyeusement?
– Je crois bien, répondit l'autre. Tout métier manuel, c'est de l'or en barre. Un bon rémouleur trouve toujours de l'argent dans sa poche. Mais où avez-vous donc acheté cette belle oie? je n'en ai jamais vu de si grosse dans ces parages.
– Je ne l'ai pas ce qui s'appelle achetée, dit Jean; je l'ai troquée contre un cochon.
– Et le cochon ?
– Je l'ai eu contre une vache.
– Et la vache ?
– Je l'avais changée contre un cheval.
– Et le cheval?
– On me l'a cédé contre un lingot d’or presque aussi gros que ma tête.
– Et tout cet or ?
– Mon maître me l'avait donné pour sept ans de service.
– Allons, dit le rémouleur, je vois que vous savez habilement tirer votre épingle du jeu. Si vous continuez, vous arriverez à entendre toujours sonner de l'argent quand le matin vous mettrez votre pantalon, et alors votre fortune sera faite.
– Je crois bien, dit Jean. Mais comment y arriver?
– Il faut vous faire rémouleur comme moi. Pour cela il faut avant tout une pierre à aiguiser; le reste se trouve tout seul. J'en ai une là, elle est un peu usée déjà; mais aussi, pour vous la céder, je ne vous demanderai que votre oie.
Cela vous va-t-il?
– Quelle question? répondit Jean. Dès que je dois, comme vous dites, avoir toujours la poche pleine d'argent, je n'aurai plus ni peine ni souci: je serai l'homme le plus heureux de la terre.»
Et il tendit son oie au rémouleur, qui lui remit en retour la pierre à aiguiser, puis une autre grosse pierre tout ordinaire, qu'il ramassa dans le fossé. «– Tenez, dit-il à Jean, voilà par-dessus le marché une pierre excellente à servir d'enclume, pour redresser vos clous ou réparer vos outils. Ayez-en bien soin.»
Jean empoigna ses deux pierres et s'en fut le cœur tout aise, les yeux brillants de joie. «Je dois être né coiffé; se dit-il; tout m'arrive à souhait comme à ceux qui sont nés le dimanche.»
Cependant, comme il était sur ses jambes depuis le matin, il commença bientôt à sentir la fatigue; puis, il eut faim, mais il n'avait plus rien à se mettre sous la dent, ayant dévoré toutes ses provisions pour célébrer le bon marché qu'il avait fait avec la vache. Il avait de la peine à avancer, et se reposait à tout bout de champ; les pierres lui pesaient horriblement, et il se disait combien il serait soulagé s'il n'avait pas à les porter juste en ce moment où il était harassé. Se traînant comme un colimaçon, il finit par atteindre une fontaine, se réjouissant de bien s'y rafraîchir et de faire une halte là dans l'herbe. Ne voulant pas que ses pierres s'abîmassent, il les posa avec soin sur le rebord de la fontaine, puis il se baissa pour puiser de l'eau dans sa casquette. Voilà que, sans y prendre garde, il vient à pousser les pierres qui roulent avec un grand fracas au fond de l’eau.
Jean, lorsqu'il les eut vues disparaître, sauta de joie, et s'agenouilla pour remercier le bon Dieu, les larmes aux yeux, de lui avoir encore accordé cette grâce suprême et de l'avoir débarrassé d'un lourd fardeau.
«C'était là, s'écria-t-il, la seule chose qui me gênait encore. Il n'y a personne d'aussi heureux que moi sous le soleil.»
Et le cœur léger, n'ayant plus rieu à porter il se remit à arpenter la route et ne s'arrêta plus qu'il ne fût de retour dans la chaumière de sa mère.